BAULAND-PREIS

+++ Wettbewerbsrunde 2026 gestartet +++ Jetzt bewerben! +++ Preisträger*innen 2025 veröffentlicht +++

Hintergrund

Die Entwicklung und Umsetzung wirksamer Strategien zur Bereitstellung eines ausreichenden, tatsächlich verfügbaren Baulandangebots als Grundvoraussetzung für eine quantitativ und qualitativ ausgewogene Wohnraumversorgung sind grundlegende Aufgaben für Städte und Gemeinden und stehen im Fokus der AG Baulandmanagement im Netzwerk Stadtentwicklung NRW. Sie sind vor dem Hintergrund etwa der kommunalen Finanzsituation, dem Anstieg der Baulandkosten, der notwendigen Schaffung neuer, insbesondere sozialer Wohnraumangebote, heterogener Entwicklungsmuster oder der Bestrebungen zur Reduzierung der Flächenneuinanspruchnahme zu erfüllen.

Die Liste der relevanten Aufgaben, Themenstellungen und Instrumente in diesem Kontext ist lang und könnte noch weiter fortgesetzt werden:

  • Erstellung und Umsetzung umfassender Baulandstrategien / -beschlüsse
  • Implementierung einer strategischen Bodenvorratspolitik / eines vorhabenbezogenen Zwischenerwerbs
  • Einsatz liegenschaftspolitischer Instrumente zur gezielten Einflussnahme auf Grundstückspreise und/oder die vorgesehenen Wohnungsangebote
  • Bereitstellung und preisreduzierte Abgabe von Grundstücken für bezahlbaren Wohnraum
  • sozialgerechte Baulandpolitik
  • Konzipierung und Einsatz kooperativer Baulandmodelle / Städtebauliche Verträge in der Baulandentwicklung
  • Planungswertausgleich
  • Anwendung des Erbbaurechts
  • Umlegung
  • Verknüpfung mit der Förderpolitik des Landes
  • Entwicklung zielgruppenspezifischer Angebote an Bauland
  • Nachverdichtung / Aktivierung von Brachflächen und Baulücken
  • stadtregionale Kooperationen in der Baulandentwicklung
  • Übertragbarkeit von Lösungsansätzen aus dem Ausland

Rückblick auf die bisherigen Wettbewerbsrunden

Nach einem Jahr Pause, welche der Neuorganisation unseres Netzwerks geschuldet war, konnte 2025 die fünfte Runde unseres Wettbewerbs stattfinden. Mit acht Beiträgen war das Teilnehmendenfeld wieder etwas größer als in den Vorjahren. Folgende Arbeiten sind durch unsere Jury ausgezeichnet worden:

  • Melissa Münster (Technische Universität Dortmund): Das Instrument des sektoralen Bebauungsplans zur Wohnraumversorgung für den bezahlbaren Wohnungsneubau im unbeplanten Innenbereich. Eine Analyse der Potenziale und Herausforderungen in der kommunalen Praxis [PDF-Download]
  • Elio Pescatore (Technische Universität Wien): Regionale Neuausweisung von Betriebsgebieten - Voraussetzungen und Rahmenbedingungen am Beispiel Vorarlberg und St. Gallen [PDF-Download]
  • Montana Schulze (Technische Hochschule Köln): Sozialgerechte Bestandsentwicklung - Transformation statt Verdrängung [PDF-Download der Zusammenfassung (die vollständige Arbeit kann bei der Fachberatung angefordert werden)]

Fünf Beiträge waren in der vierten Wettbewerbsrunde durch die Jury zu sichten – von denen drei Beiträge mit dem BAULAND-PREIS 2023 ausgezeichnet wurden:

  • Marian Flaßkamp (TU Dortmund): Bedarfsgerechte Instrumente für die Kommunen zur Bewältigung der Wohnungsknappheit? Eine Politikanalyse zur Novellierung des bodenrechtlichen Instrumentariums durch das Baulandmobilisierungsgesetz [PDF-Download Langfassung | Kurzfassung]
  • Marina Schurt (HfWU Nürtingen-Geislingen): Das „Bodenfreundliche Dorf“ – Ein Handlungsleitfaden für Landgemeinden und Kleinstädte für eine flächensparsame und zugleich bodenregenerierende Entwicklung als Mehrwert für die Region [PDF-Download]
  • Isabel Schuster (TU Darmstadt): Methoden zur Ermittlung von Bodenrichtwerten in der Praxis [PDF-Download]

Mit sieben Arbeiten war das Teilnehmendenfeld der dritten Wettbewerbsrunde etwas dünner besetzt als in den Vorjahren, was jedoch ausdrücklich nicht für die Qualität der Beiträge gilt.

Ausgezeichnet wurden von der Jury zwei Preisträger:

  • Henning Olbrich (TU Dortmund): Dilemmata kommunaler Entscheidungsträger – Akteure kommunaler Bodenpolitik und ihre Handlungsspielräume [PDF-Download]
  • Pascal Wagenschwanz (FH Erfurt): Aktive Bodenpolitik durch kommunale Baulandmodelle – Baulandpolitische Kriterien als Entscheidungshilfen für die Anwendbarkeit und Ausgestaltung lokalspezifischer Modelle [PDF-Download]

Zudem wurde eine Anerkennung für eine weitere Arbeit verliehen:

  • Elisabeth Mahorka (TU Wien): Quantitative Erfassung und qualitative Bewertung von Baulandreserven [PDF-Download]

Zehn Arbeiten aus Deutschland und Österreich erreichten uns in der zweiten Runde unseres Wettbewerbs. Erneut war es ein thematisch breites Spektrum mit durchweg hoher Qualität. Folgende Arbeiten sind in diesem Jahr durch die Jury ausgezeichnet worden:

  • Sophia Dubbert (TU Dortmund): Das Erbbaurecht – Welchen Beitrag leistet das Instrument zur Wohnraumversorgung? [PDF-Download]
  • Martin Linkeseder (TU Wien): Merkmale und Ursachen der Nichtverfügbarkeit unbebauten Wohnbaulandes – eine analytische Untersuchung in Kooperation mit der Region Urfahr-West [PDF-Download]
  • Nina Manz und Kirsten Plöhn (HafenCity University Hamburg): Bodenfragen – Eine kritische Analyse des Eigentums in Theorie und Praxis [PDF-Download]

Im Jahr 2020 hat das Forum Baulandmanagement NRW erstmals den BAULAND-PREIS augelobt. Bereits in der ersten Wettbewerbsrunde erreichten uns insgesamt acht Beiträge. Die Entscheidung fiel der Jury nicht leicht, war die Qualität der eingereichten Arbeiten insgesamt doch hoch. Letztlich haben aber folgende drei Arbeiten das Rennen gemacht:

  • Maria Dörter (RWTH Aachen): Boden als Fundament der Stadt – Bodenpolitische Instrumente zur kommunalen Steuerung der Wohnraumversorgung in wachsenden Großstädten [PDF-Download]
  • Dominik Hinteregger (TU Kaiserslautern): Automatisierte Identifikation von Baulücken und Nachverdichtungspotentialen im Wohnungsbau [PDF-Download]
  • Nadine Schumacher (TU Dortmund): Grundsteuerreform – Mögliche Auswirkungen einer Bodenwertsteuer auf unbebaute Grundstücke am Beispiel der Stadt Mülheim an der Ruhr [PDF-Download]

Der Wettbewerb

Die hier beispielhaft genannten Themen verdeutlichen die thematische Bandbreite – sowohl der inhaltlichen Auseinandersetzung innerhalb der AG Baulandmanagement, als auch möglicher Wettbewerbsbeiträge. Der Wettbewerbsaufruf richtet sich an die Verfasser:innen von wissenschaftlichen Abschlussarbeiten (Master oder vergleichbar), die sich in wesentlichen Teilen mit Fragen des Flächenmanagements bzw. der Boden- und Liegenschaftspolitik auf unterschiedlichster räumlicher Ebene auseinandersetzen. Im Fokus kann dabei der Einsatz konkreter Instrumente der Baulandbereitstellung ebenso stehen wie etwa die Prozessorganisation oder eine Weiterentwicklung des gesetzlichen Rahmens. Neben einem klaren Bezug zum Oberthema Boden/Liegenschaften müssen die Wettbewerbsbeiträge Relevanz für die deutsche kommunale Praxis aufweisen und sollten sich in innovativer Weise aktuellen Herausforderungen und Fragestellungen widmen.

2020 durch das Forum Baulandmanagement NRW ins Leben gerufen, vergibt die AG Baulandmanagement diesen Preis in der aktuellen sechsten Runde.

Teilnahmeberechtigt sind aktuell immatrikulierte sowie ehemalige Studierende der Studiengänge Architektur/Städtebau, Bau­ und Ingenieurwesen, Geowissenschaften, Raum- und Stadtplanung, Rechtswissenschaften sowie verwandter Studiengänge mit Bezug zum Wettbewerbsthema.

Als Teilnahmebeiträge zugelassen sind Masterarbeiten (oder vergleichbare Arbeiten), die im Sommersemester 2025 oder Wintersemester 2025/2026 zur Bewertung an der Hochschule eingereicht worden sind und sich der oben dargestellten Themensetzung zuordnen lassen. Die Wettbewerbssprache ist Deutsch. Arbeiten aus dem Ausland sind zugelassen, sofern sie in Deutsch verfasst sind sowie eine Relevanz für die kommunale Planungspraxis in Deutschland besteht.

Die Frist zur Einreichung von Teilnahmebeiträgen ist der 31.05.2026. Die Arbeiten sind in digitaler Form (PDF) unter bauland@nothing-important.netzwerk-stadtentwicklung.nrw einzureichen. Der Empfang wird bestätigt.

Die Bewertung der Arbeiten wird durch eine Fachjury auf Basis definierter Beurteilungskriterien unter Ausschluss des Rechtsweges vorgenommen:

Folgende Personen gehören der Fachjury an:

Die drei besten Arbeiten werden mit jeweils 500 € prämiert. Werden keine oder weniger als drei preiswürdige Arbeiten eingereicht, so wird kein bzw. nur ein Teil des ausgelobten Preisgeldes von insgesamt 1.500 € vergeben.

Mit Teilnahme an dem Wettbewerb erklären die Teilnehmenden ihr Einverständnis mit den Wettbewerbsbedingungen. Diese sehen vor, dass die eingereichten Wettbewerbsbeiträge den Mitgliedern der AG Baulandmanagement unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden können. Zudem sollen die ausgezeichneten Arbeiten im Rahmen einer Veranstaltung der AG oder des Netzwerks Stadtentwicklung NRW durch die jeweiligen Verfasser:innen präsentiert werden. Die Rechte zur weiteren Veröffentlichung verbleiben bei der/dem jeweiligen Verfasser:in.

Die Bekanntgabe der Preisträger, die Prämierung und Präsentation erfolgen voraussichtlich zum Jahresende 2026.

Veranstalter des Wettbewerbs ist die AG Baulandmanagement im Netzwerk Stadtentwicklung NRW, vertreten durch die Fachberatung AG Baulandmanagement c/o STADTRAUMKONZEPT GmbH, Huckarder Str. 12, 44147 Dortmund. Fragen zum Wettbewerb beantwortet dort gerne Sebastian Siebert, Tel. 0231 999937-50, siebert@nothing-important.stadtraumkonzept.de.