Strategie und Prozesssteuerung im Umgang mit leerstehenden Kirchen

Gelsenkirchen

 

Veranstaltung: Arbeitsgruppe - „Wenn die Kirchen gehen - Leerstellen füllen“ (22.05.2025)

Kommune: Gelsenkirchen (Großstadt in NRW)

Kurzbeschreibung: Die Stadt Gelsenkirchen steuert den Umgang mit Kirchenschließungen strategisch und kooperativ. Angesichts zahlreicher leerfallender katholischer und evangelischer Kirchen wurde ein systematisches Verfahren etabliert, um zukünftige Nutzungen zu koordinieren und die Gebäude (viele davon denkmalgeschützt) zu erhalten. Seit Mitte der 2000er-Jahre war die Stadt zunehmend von Kirchenschließungen betroffen. Ab 2006 fanden daher regelmäßige Gespräche zwischen der Stadtverwaltung und den beiden großen Kirchen statt. 2011 wurde ein Lenkungskreis eingerichtet, in dem Stadtverwaltung, katholische und evangelische Kirche regelmäßig über anstehende Veränderungen, Nutzungsperspektiven und städtebauliche Rahmenbedingungen beraten.

Zentrale Instrumente sind ein Kirchenkataster, standardisierte Steckbriefe mit relevanten Gebäudedaten sowie eine Karte zur Übersicht über Standorte, Zustände und Perspektiven. Ergänzend werden Machbarkeitsstudien gefördert, um Umnutzungen fachlich und wirtschaftlich zu prüfen. Ziel der Stadt ist es, frühzeitig auf Veränderungen zu reagieren, Nutzungsideen abzustimmen, rechtliche Fragen zu klären und kirchliche Immobilien aktiv in die Stadtentwicklungsprozesse einzubinden.

Zeitraum: seit 2011

Kontakt: Abteilung 61/2 Städtebauliche Entwürfe, Bauleitplanung und Projektentwicklungen / arne.doerry@gelsenkirchen.de

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