Sammlung von Praxisbeispielen

 
Entdecken Sie unsere Themenvielfalt:
Bürger:innenbeteiligung | Caring City | Grün-Blaue Infrastruktur | Leerstand und Einzelhandel | 
Leerstand und Großimmobilien | Mobilität | Öffentliche Räume | Smart City | Umnutzung von Kirchen

Bürger:innenbeteiligung

Veranstaltung: Innenstadtgespräch - „Wem gehört die Stadt? - Beteiligung und Teilhabe in der (Innen-)Stadtentwicklung“ (21.01.2025)

Kommune: Rheine-Elte (Ortsteil der mittleren Stadt Rheine, NRW)

Kurzbeschreibung: Der Verein Dorf. Land. Zukunft. entwickelte mit Bürger:innen und weiteren wichtigen Akteur:innen von Rheine-Elte eine nachhaltige Neugestaltung des zentralen Dorfplatzes. Geplant sind Grünflächen, Wasserinstallationen und ein Platz für Veranstaltungen, zudem wird die Planung eines Cafés diskutiert. In Zusammenarbeit mit der Hochschule Osnabrück wurden dafür diverse Beteiligungsformate erprobt.

Zeitraum: 2021 - 2026

Kontakt: Verein Dorf. Land. Zukunft. / info@dorflandzukunft.de  

Mehr Infos:

https://www.dorflandzukunft.de/projekte/dorfplatz-neugestaltung 

https://dorfentwicklung-rheine.de/elte/

Veranstaltung: Innenstadtgespräch - „Wem gehört die Stadt? - Beteiligung und Teilhabe in der (Innen-)Stadtentwicklung“ (21.01.2025)

Kommune: Sulz am Neckar (kleine Stadt in Baden-Württemberg)

Kurzbeschreibung: Sulz am Neckar nutzt verschiedene Formate der Bürger:innenbeteiligung um der Bevölkerung eine aktive Mitgestaltung bei Themen wie Klimaschutz und Flächennutzung zu ermöglichen. Zu diesen gehören ein Klimarat, ein Bürgerforum zur Innenstadt, sowie temporäre Stadtexperimente und hybride Formate. 2023 wurden diesen Maßnahmen mit dem Staatsanzeiger Award in der Kategorie „Bürger:innenbeteiligung“ ausgezeichnet. 

Zeitraum: läuft stetig

Kontakt: Bürger:innenbeteiligung & -engagement / buergerengagement@sulz.de 

Mehr Infos: https://www.sulz.de/leben-wohnen/buergerbeteiligung-engagement/buergerengagement 

Veranstaltung: Arbeitsgruppe - „Bürger:innenbeteiligung im Spannungsfeld zwischen Müssen, Wollen und Können” (16.08.2023)

Kommune: Schwerte (mittlere Stadt in NRW)

Kurzbeschreibung: Die „Mitmachstadt Schwerte“ ist ein Format, welches auf verschiedenen Ebenen Bürger:innenbeteiligung und Engagement fördert. Dazu gehören das MitMachBüro als erste Anlaufstelle, das MitMachPortal für den Austausch von Informationen und um die Möglichkeit zu geben, Themenvorschläge zu machen, sowie das MitMachGremium, welches per Zufallsauswahl zustande kommt und den Dialog zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen fördern soll. Beispiele für weitere MitMachProjekte sind Stadtteilkonferenzen und der „Schülerinnenhaushalt“.

Zeitraum: läuft stetig

Kontakt: Anke Skupin / Koordinierungsstelle Beteiligung / anke.skupin@stadt-schwerte.de 

Mehr Infos: https://mitmachstadt.schwerte.de/ 

Veranstaltung: Arbeitsgruppe - „Bürger:innenbeteiligung im Spannungsfeld zwischen Müssen, Wollen und Können (07.02.2024)

Kommune: Hamm (große Stadt in NRW)

Kurzbeschreibung: Bei der Umgestaltung der Fußgängerzone, der geplanten Neuentwicklung des Westentors, sowie dem Stadterneuerungsprojekt Luisenhof spielten Beteiligungsprozesse eine zentrale Rolle für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Die Stadt Hamm setzt hierbei auf eine breite Palette von Beteiligungsformaten – von Bürgerwerkstätten und Innenstadtkonferenzen und -dialogen über Online-Umfragen bis hin zu themenspezifischen Veranstaltungen zu verschiedenen Projekten wie „Im Westen was Neues“, „Neues für Werries“ und „Grüne Umweltachse“. Dabei ist wird stets das Ziel verfolgt, die Bürger:innen aktiv in die Gestaltung ihres urbanen Lebensraums einzubeziehen und dabei vielfältige Perspektiven sichtbar zu machen.

Zeitraum: läuft stetig

Kontakt: Stadt Hamm / info@stadt.hamm.de

Mehr Infos: https://www.hamm.de/sags-hamm 

Veranstaltung: Tagungspanel - „Beteiligung steuern und verankern“ (18.06.2025)

Kommune: Wuppertal (große Stadt in NRW)

Kurzbeschreibung: In Wuppertal ist Bürgerbeteiligung im „Büro für Bürgerbeteiligung und Bürgerengagement“ organisiert, das direkt beim Büro des Oberbürgermeisters angesiedelt ist. Das dortige Team unterstützt alle Fachbereiche der Stadt bei der Planung und Umsetzung von Beteiligungsprozessen und bringt methodische Expertise ein, während die Fachbereiche den thematischen Rahmen festlegen. Grundlage der Arbeit sind seit 2017 geltende Leitlinien, die Qualitätsstandards für Beteiligung definieren und einen Beirat aus Bürgerschaft, Politik und Verwaltung vorsehen. Dieser achtet auf die Umsetzung der Leitlinien und greift Impulse aus der Stadtgesellschaft auf.

Zur Information und Aktivierung nutzt die Stadt analoge und digitale Wege, darunter das Online-Portal Talbeteiligung.de und legt zudem Wert auf inklusive Formate, die Kinder mit einbeziehen oder Dolmetscher:innen integrieren. Ein wichtiges Instrument ist das Bürger:innenbudget, bei dem Ideen aus der Bürgerschaft gesammelt, geprüft und in mehreren Abstimmungsphasen priorisiert werden. Evaluationen sichern die Qualität und Weiterentwicklung der Beteiligungsprozesse.

Zeitraum: läuft stetig

Kontakt: Bürgerbeteiligung und Bürgerengagement der Stadt Wuppertal / buergerbeteiligungstadt@stadt.wuppertal.de

Mehr Infos: https://www.wuppertal.de/microsite/buergerbeteiligung/index.php 

Veranstaltung: Tagungspanel - „Beteiligung steuern und verankern“ (18.06.2025)

Kommune: Billerbeck (kleine Stadt in NRW)

Kurzbeschreibung: In Billerbeck ist Bürgerbeteiligung Teil der kommunalen Kultur und wird als Beziehungsarbeit verstanden, die auf Nähe, Transparenz und Vertrauen basiert. Die enge Verbindung zwischen Verwaltung und Bürgerschaft gilt dabei als Chance und Herausforderung zugleich, da sie schnelle Entscheidungen ermöglicht, aber auch begrenzte Ressourcen und Rollenkonflikte mit sich bringt.

Beteiligung erfolgt projektbezogen und wird von Beginn an in Konzepte integriert. Je nach Thema werden gezielt betroffene Gruppen einbezogen – etwa bei Projekten zu Starkregen, Mobilität oder Smart City. Analoge und digitale Formate wie die App Meldoo, digitale Umfragen oder eine WhatsApp-Sprechstunde ergänzen sich.

Zeitraum: läuft stetig

Kontakt: Stadt Billerbeck / stadt@billerbeck.de

Veranstaltung: Digitaler Austausch - „Bürgerbeteiligung in der Kommune - Strukturen, Prozesse, Haltung“ (18.11.2025)

Kommune: Soest (mittlere Stadt in NRW)

Kurzbeschreibung: In Soest prägen historische Strukturen und eine starke lokale Identität die Planungsprozesse maßgeblich. Da Entwicklungen in der Innenstadt sehr aufmerksam verfolgt werden, setzt die Stadt auf vielfältige Beteiligungsformate wie Spaziergänge, Workshops, Jugendbeteiligung, Stadtlabore und öffentliche Sitzungen des Gestaltungsbeirats. Trotz dieser breiten Ansätze bleibt Bürgerbeteiligung anspruchsvoll, da emotionale Proteste auftreten können und Entscheidungen ein Zusammenspiel von Verwaltung, Politik und Stadtgesellschaft erfordern.

Zeitraum: läuft stetig

Kontakt: Matthias Abel / Stadtbaurat und Technischer Beigeordneter / m.abel@soest.de

Mehr Infos: https://www.soest.de/politik-verwaltung/buergerbeteiligung

Veranstaltung: Digitaler Austausch - „Bürgerbeteiligung in der Kommune - Strukturen, Prozesse, Haltung“ (18.11.2025)

Kommune: Heidelberg (große Stadt in NRW)

Kurzbeschreibung: Der Heidelberger Ansatz zur Bürgerbeteiligung basiert auf seit 2012 fest verankerten Leitlinien, die frühe Information, transparente Verfahren und die Einbindung vielfältiger Zielgruppen sichern. Eine eigene Fachstelle begleitet die Verwaltung fachlich, organisiert Formate, berät bei der Konzeptentwicklung und sorgt für eine verständliche Kommunikation. Die Arbeit orientiert sich an zwölf Handlungsempfehlungen, die Qualität und Verlässlichkeit der Beteiligung gewährleisten. Zentral sind niedrigschwellige Zugänge wie aufsuchende Beteiligung, digitale Tools und zielgruppenspezifische Workshops, damit auch Menschen erreicht werden, die in klassischen Formaten oft nicht vertreten sind.

Zeitraum: läuft stetig

Kontakt: Fabian Eisenbarth / Leitung der Abteilung Bürgerbeteiligung / buergerbeteiligung@heidelberg.de

Mehr Infos: 

https://www.heidelberg.de/hd,Lde/HD/Rathaus/Buergerbeteiligung.html

https://www.heidelberg.de/7071_34581_1348903_1071743.html

Caring City

Veranstaltung: Digitaler Austausch - „Alle Bedürfnisse im Blick! Ansätze der gendersensiblen Stadtentwicklung” (09.10.2025)

Kommune: Wien (große Stadt in Österreich)

Kurzbeschreibung: In Wien wird gendersensible Stadtentwicklung konsequent, kontextsensibel und als echte Einbindung umgesetzt, indem Bürger:innen – insbesondere bislang wenig gehörter Gruppen – aktiv in Planungsprozesse einbezogen werden. Die so gewonnenen Erkenntnisse werden direkt in die Gestaltung des Stadtraums übertragen, etwa durch konsumfreie, wohnungsnahe Aufenthaltsbereiche mit Schattenplätzen, Sitzgelegenheiten, sicheren Wegen und öffentlich zugänglichen Toiletten.

Zeitraum: seit über 20 Jahren

Kontakt:  Dr. Julia Girardi-Hoog / post@md-bd.wien.gv.at

Mehr Infos: https://www.wien.gv.at/stadtplanung/alltags-und-frauengerechtes-planen-bauen

Grün-Blaue Infrastruktur

Veranstaltung: Digitaler Austausch - „Wassersensible (Innen-)Stadtentwicklung“ (26.09.2024)

Kommune: Meerbusch (mittlere Stadt in NRW)

Kurzbeschreibung: Das geplante Wohnquartier „Kalverdonk“ in Meerbusch-Osterath entsteht nach den Prinzipien der Schwammstadt. In dem nachhaltigen Viertel werden klimaresiliente Maßnahmen wie Dachbegrünungen, Versickerungsmulden und wasserdurchlässige Verkehrsflächen zur Verbesserung des Wasserkreislaufs eingesetzt. Dabei spielen multifunktionale Retentionsflächen eine zentrale Rolle im Entwässerungskonzept. An der Finanzierung sind keine Investor:innen beteiligt, es werden Fördermittel zur Kofinanzierung genutzt.

Zeitraum: seit 2020

Kontakt: Matthias Pöll / Städtischer Projektleiter / matthias.pöll@meerbusch.de 

Mehr Infos: https://www.baulandentwicklung-kalverdonk.de/

Veranstaltung: Digitaler Austausch - „Wassersensible (Innen-)Stadtentwicklung“ (26.09.2024)

Kommune: Duisburg (große Stadt in NRW)

Kurzbeschreibung: In Duisburg entsteht ein neuer Stadtteil, der Platz für etwa 7.000 Menschen in rund 3.000 modernen Wohneinheiten bietet. Im Mittelpunkt dieses Quartiers steht die Herausforderung, der aktiven Anpassung des Quartiers an den Klimawandel, während gleichzeitig eine hohe Lebensqualität und attraktive Aufenthaltsräume geschaffen werden. Durch die gezielte Integration von Gräben zur Ableitung von Niederschlagswasser und Versickerungsflächen wird eine nachhaltige Wasserbewirtschaftung gefördert, die den natürlichen Kreislauf unterstützt.

Zeitraum: 2020 bis vsl. 2029

Kontakt: GEBAG Duisburger Baugesellschaft mbH / info@gebag.de 

Mehr Infos:

https://www.6-seen-wedau.de/start 

https://www.wbd-innovativ.de/projekte/wassersensible-stadt

Veranstaltung: Digitaler Austausch - „Innerstädtische Aufenthaltsqualität durch Grün“ (26.11.2024)

Kommune: Aachen (große Stadt in NRW)

Kurzbeschreibung: In der Aachener Innenstadt werden innerstädtischen Bäche wieder sichtbar umgebaut, um das Mikroklima zu verbessern und neue Aufenthalts- und Spielräume zu schaffen. Ergänzend werden Flächen entsiegelt, zusätzliche Baumstandorte und Grünflächen geschaffen, bestehende Vegetation erhalten und ein nachhaltiges Regenwassermanagement mit Zisternen eingeführt. Der Umbau von Verkehrsflächen und die Herstellung von Barrierefreiheit unterstützen das Ziel, die Innenstadt klimaresilient und zukunftsfähig zu gestalten.

Zeitraum: seit 2019

Kontakt: Abteilung Stadterneuerung und Stadtgestaltung der Stadt Aachen / stadterneuerung@mail.aachen.de 

Mehr Infos: https://www.aachen.de/de/stadt_buerger/planen_bauen/stadtentwicklung/innenstadt/baeche/index.html

Veranstaltung: Digitaler Austausch - „Innerstädtische Aufenthaltsqualität durch Grün” (26.11.2024)

Kommune: Hamm (große Stadt in NRW)

Kurzbeschreibung: Das Projekt verbindet die Innenstadt mit dem Datteln-Hamm-Kanal und wurde zu 80 % durch das Städtebauförderprogramm „Zukunft Stadtgrün“ finanziert. Neben einer einheitlichen Bepflanzung und barrierefreien Zugängen wurden Herausforderungen wie die Integration der Drogenszene und die Akzeptanz bei Anwohner:innen durch gezielte Maßnahmen und gute Kommunikation erfolgreich gemeistert. Der Park wird gut angenommen, trotz anfänglicher Kritik, besonders bezüglich der Wegnahme von Parkplätzen.

Zeitraum: seit 2020

Kontakt:  Stadtplanungsamt /  stadtplanungsamt@stadt.hamm.de 

Mehr Infos: 

https://www.staedtebaufoerderung.info/SharedDocs/praxisbeispiele/DE/wachstum_nachhaltige_erneuerung/NW_Hamm_Chattanoogaplatz_Nordringpark.html

https://www.hamm.de/fileadmin/user_upload/Medienarchiv_neu/Dokumente/Stadtarchiv/Stelen_zur_Stadtgeschichte/stele_nordringpark.pdf

Veranstaltung: Digitaler Austausch - „Innerstädtische Aufenthaltsqualität durch Grün” (26.11.2024)

Kommune: Bochum (große Stadt in NRW)

Kurzbeschreibung: Das Projekt soll bis 2030 die Lebensqualität in Bochum verbessern durch die Umwandlung ungenutzter Grünflächen zu Pocket Parks, die zu 80 % durch das Förderprogramm „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ finanziert wurden. Bislang wurden vier Parks auf städtischem Grund realisiert, bei denen die Anwohner:innen aktiv beteiligt wurden. Ziel ist es, eine gut erreichbare und angenehme Umgebung für die Nachbarschaft zu schaffen mit kleinen Inseln im Grünen. 

Zeitraum: seit 2023

Kontakt: Umwelt- und Grünflächenamt der Stadt Bochum / pocketparks@bochum.de 

Mehr Infos: https://bochum-mitgestalten.de/pocket-parks

Veranstaltung: Digitaler Austausch - „Innerstädtische Aufenthaltsqualität durch Grün“ (26.11.2024)

Kommune: Aachen (große Stadt in NRW)

Kurzbeschreibung: Die Stadt verfolgt mit dem 2018 beschlossenen strategischem Freiraumkonzept „Grüne Krone“ das Ziel, Grünräume zu schaffen und zu verbinden. Die Strahlen der Krone bezeichnen die in den Siedlungsraum reichenden Landschaftsräume, als Bänder werden die grünen Straßenräume verstanden, die sich durch die Stadt ziehen. Die Stadtparks werden als Juwelen der Krone betitelt und kleinere Grüninseln fallen unter den Begriff Perlen. Die „Grüne Krone“ strukturiert dabei das Aachener Freiraumsystem, schaffte eine Wertigkeit für die Grünräume der Stadt und stellt einen Bezug zur Geschichte der Krönungsstadt her.

Zeitraum: 2018 - 2030

Kontakt: Abteilung Umweltvorsorgeplanung der Stadt Aachen / umwelt@mail.aachen.de 

Mehr Infos: https://www.aachen.de/DE/stadt_buerger/umwelt/stadtgruen/freiraumkonzept_2019/index.html 

Leerstand und Einzelhandel

Veranstaltung: Arbeitsgruppe - „Einzelhandel, Leerstand und Co - Perspektiven für die Innenstadt“ (27.03.2025)

Kommune: Bochum (große Stadt in NRW)

Kurzbeschreibung: Das Projekt „Tapetenwechsel – Kulturraum für Kreative“ belebt die Bochumer Innenstadt, indem es Zwischennutzungen von Leerständen für verschiedene Projekte wie Start-ups, Kunsthandwerker:innen und Künstler:innen ermöglicht. Durch die Bereitstellung von Ladenlokalen zu geringen Gebühren konnten bereits über 20 Leerstände mit mehr als 70 Projekten bespielt werden, was oft zu dauerhaften Vermietungen führt. Das Projekt wird mit einem Budget von 30.000 € unterstützt, wobei die Stadt die Nutzungsgebühren übernimmt und die Nutzer:innen die Verwaltungskosten tragen.

Zeitraum: seit 2018

Kontakt: Stadtmarketing Bochum / info@bochum-marketing.de

Mehr Infos: https://www.tapetenwechsel-bochum.de/

 

Veranstaltung: Arbeitsgruppe - „Einzelhandel, Leerstand und Co“ (12.06.2024)

Kommune: Münster (große Stadt in NRW)

Kurzbeschreibung: Der P41 Urban Club am Prinzipalmarkt in Münster bot über ein Jahr hinweg einen flexiblen Raum für verschiedene Veranstaltungen wie Ausstellungen, Workshops und Verkaufsaktionen. Initiiert von Tobias Viehoff und unterstützt von Münster Marketing sowie der Initiative Starke Innenstadt, diente der Club als Experimentierraum, um Leerstände zu beleben und innovative Zwischennutzungen zu testen. Das Projekt ermöglichte es Start-ups, Künstler:innen und anderen Akteuren, sich zu präsentieren und mit der Öffentlichkeit in Kontakt zu treten, was sowohl für die Akteure als auch die Stadtgemeinschaft von großem Nutzen war.

Zeitraum: 2022 - 2024

Kontakt: Tobias Viehoff / Eigentümer / tobias@viehoff.com

Mehr Infos: https://www.reach-euregio.de/page/p41-2023 / https://www.instagram.com/p41urban/ 

Veranstaltung: Arbeitsgruppe - „Einzelhandel, Leerstand und Co - Perspektiven für die Innenstadt“ (27.03.2025)

Kommune: Vreden (kleine Stadt in NRW)

Kurzbeschreibung: Seit 2020 hat die Stadt Vreden ihre Leerstandsquote durch gezielte Maßnahmen – darunter eine Imagekampagne und die Entwicklung einer Stadtmarke – von 30 % auf 8 % gesenkt. Besonders erfolgreich waren dabei die Fokussierung auf Freizeit- und Kulturangebote sowie eine attraktive Gastronomieszene. Wichtige Instrumente waren die Analyse von Besucherströmen mithilfe mobiler Daten sowie die Umwandlung von Leerständen in Wohnraum, unterstützt durch ein Förderprogramm des Landes NRW.

Zeitraum: seit 2020

Kontakt: Citymanagement Vreden / info@vreden.de

Mehr Infos: https://www.vreden.de/de/wirtschaft-und-bauen/innenstadt 

 

Veranstaltung: Arbeitsgruppe - „Einzelhandel, Leerstand und Co“ (28.08.2024)

Kommune: Rheine (mittlere Stadt in NRW)

Kurzbeschreibung: In Rheine wird die Innenstadtentwicklung durch den Masterplan Einzelhandel und den Rahmenplan „Lebendige Innenstadt“ strategisch gesteuert. Ziel ist es, das Handelszentrum klar zu definieren, Leerstände zu reduzieren und die Aufenthaltsqualität zu steigern. Projekte wie die barrierefreie Neugestaltung des Marktplatzes, die Revitalisierung ehemaliger Warenhausstandorte, die Entwicklung eines Nahversorgungszentrums sowie die Umgestaltung von Rathausumfeld, ZOB und Emsufer setzen konkrete Akzente.

Zur Unterstützung wurde ein Verfügungsfonds eingerichtet, der kreative Ideen von Eigentümer:innen, Einzelhändler:innen und Bürger:innen unbürokratisch fördert. Erfolgreiche Maßnahmen sind unter anderem die XXL-Liege, Fassadenkunstwerke und die Winterbeleuchtung. Veranstaltungen wie „Summer City“, Stadtstrand oder Rooftop-Bar erhöhen zusätzlich die Aufenthaltsqualität. Das Wirtschaftsflächenportal erleichtert die Verwaltung von Gewerbe- und Innenstadtnutzflächen, ergänzt durch eine geplante elektronische Frequenzzählung.

Zeitraum: seit 2013

Kontakt: Stadtplanung der Stadt Rheine / stadt@rheine.de

Mehr Infos: https://www.rheine.de/stadtentwicklung-wirtschaft/planen-bauen-wohnen/stadtplanung/2727.Weitere-Steuerungsinstrumente-zur-Beachtung.html 

Veranstaltung: Arbeitsgruppe - „Einzelhandel, Leerstand und Co“ (12.06.2024)

Kommune: Münster (große Stadt in NRW)

Kurzbeschreibung: Das Zentrenmanagement in Münster stärkt und belebt die Innenstadt sowie die Stadtquartiere durch enge Zusammenarbeit von Stadt, Wirtschaft und privaten Partner:innen. Beteiligt sind unter anderem die Initiative Starke Innenstadt Münster, die Immobilien- und Standortgemeinschaft Bahnhofsviertel, Quartiersgemeinschaften, das Netzwerk der Weihnachtsmarktbetreiberinnen und Eigentümer:innen. Das Kernteam und die Steuerung des Zentrenmanagements liegen bei der Initiative Starke Innenstadt Münster, dem Stadtplanungsamt, der Wirtschaftsförderung und Münster Marketing. Ein wichtiger Bestandteil ist zudem der Zentrenfonds, der durch einen Beirat begleitet wird. Der Fonds dient als Beteiligungsinstrument, um kreative und nachhaltige Ideen zur Stärkung der Zentren zu fördern. Bislang wurden schon viele Ideen unterstützt, wie die Domplatzoase mit flexiblem Sitzmobiliar, neue Stadtbäume auf ehemaligen Parkplätzen, das Reallabor an der Hörsterstraße oder kreative Folierungen leerstehender Ladenlokale.

Zeitraum: dauerhaft

Kontakt: Münster Marketing / mmm@stadt-muenster.de 

Mehr Infos: https://www.stadt-muenster.de/muenstersmittemachen/zentrenmanagement 

Veranstaltung: Kultur und Bildung: Möglichkeitsräume zum Lernen, Begegnen und Experimentieren (27.06.2024)

Kommune: Oberhausen (große Stadt in NRW)

Kurzbeschreibung: Das Projekt „Creative City“ ist eine Stadtentwicklungsinitiative zur Belebung der Oberhausener Innenstadt. In Kooperation zwischen der Stadt, dem Verein kitev e.V. sowie dem Fraunhofer-Institut UMSICHT wird das Vorhaben im Rahmen des ZIZ-Programms der Bundesregierung umgesetzt. Die Initiative vereint kulturelle Formate, Beteiligungsprozesse und eine gezielte Leerstandsentwicklung, um neue Nutzungsmöglichkeiten für innerstädtische Flächen zu schaffen.

Kern des Projekts sind fünf Reallabore, die verschiedene Themen der Innenstadtentwicklung behandeln. Teilprojekte wie der „Supermarkt der Ideen“ oder die „Arthotek“ bieten Raum für soziokulturelle Angebote, Experimente und Netzwerkbildung. Die Maßnahmen zielen auf eine interkulturelle und inklusive Ausrichtung und werden durch eine mehrschichtige Imagekampagne begleitet, unter anderem mit digitalen Formaten auf Plattformen wie TikTok.

„Creative City“ trägt bereits sichtbar zur Transformation der Innenstadt bei – weg von einer reinen Konsumlage hin zu einem vielfältigen urbanen Raum mit wachsender Gastronomieszene. Herausforderungen bestehen weiterhin in undurchsichtigen Eigentumsverhältnissen, jedoch wird die Entwicklung durch ein starkes Netzwerk aus Ehrenamt, Kulturakteur:innen und einer kleinen, interdisziplinären Projektstruktur vorangetrieben.

Zeitraum: Projektlaufzeit von November 2022 bis Juli 2025, aber Projekte werden verstetigt

Kontakt: kitev – Kultur im Turm e.V. / info@kitev.de 

Mehr Infos: https://creative-city-ob.de / https://kitev.de/   

Veranstaltung: Kultur und Bildung: Möglichkeitsräume zum Lernen, Begegnen und Experimentieren (27.06.2024)

Kommune: Hildesheim (mittlere Stadt in Niedersachsen)

Kurzbeschreibung: In Hildesheim entstand aus einer Zwischennutzung während der pandemiebedingten Ladenschließungen das kulturelle Format KULTUR STREAM durch die GbR Licht.n.Stein, das sich zu einer festen Größe im städtischen Leben entwickelt hat. Ausgangspunkt war die temporäre Nutzung einer ehemaligen Bäckerei, in der zunächst Kunst ausgestellt und später ein improvisiertes Videostudio eingerichtet wurde, um lokale Künstler:innen digital sichtbar zu machen. In Zusammenarbeit mit der Stadt wurde anschließend der leerstehende Ratskeller zur Verfügung gestellt, der zunächst als Aufnahmelocation diente und später zu einem Veranstaltungsort mit Gastronomiebetrieb weiterentwickelt wurde.

Die Räumlichkeiten boten günstige Bedingungen für kreative Experimente und ermöglichten die Gründung eines heute etablierten Kulturunternehmens. Neben Ausstellungen und kleineren Konzerten wird unter anderem das Marktplatzmusik-Festival organisiert, das sowohl Einheimische als auch Städtereisende anzieht. Die Zusammenarbeit mit Verwaltung, Anliegern und Gastronomie wird als zentral für den Projekterfolg bewertet – insbesondere der offene Austausch sowie die Bereitschaft, Vorhaben zu ermöglichen.

Zeitraum: seit 2020

Kontakt: Atelier Licht.n.Stein / n.stein@gmx.at 

Mehr Infos: https://atelierlichtnstein.com/ 

Veranstaltung: Arbeitsgruppe - „Einzelhandel, Leerstand & Co - Perspektiven für die Zukunft” (23.09.2025)

Kommune: Stolberg (mittlere Stadt in NRW)

Kurzbeschreibung: Nach der Flutkatastrophe in Stolberg bot sich die einmalige Chance, die Innenstadtentwicklung neu zu denken. Während der Leerstand nach der Flut bei 100 % lag (zuvor schon bei rund 80 % in der Fußgängerzone) konnten mithilfe des Sofortprogramms und des ZIO neue Projekte umgesetzt sowie neue Strukturen und Personalstellen geschaffen werden. Fördermaßnahmen wie der Verfügungsfonds wurden für Kampagnen wie Schaufensterbeklebungen sowie für Neuanmietungen genutzt. Heute liegt die Leerstandsquote bei rund 30 %, und die Task Force Schrottimmobilien arbeitet daran, Eigentümer:innen zu aktivieren, um Immobilien in einen vermietungsfähigen Zustand zu bringen.

Zeitraum: seit 2021

Kontakt: Peter Wackers / Amt für Wirtschaftsförderung / wirtschaftsfoerderung@stolberg.de

Mehr Infos: https://www.stolberg.de/wirtschaft/innenstadtentwicklung.php?modul_id=5&record_id=127348

Veranstaltung: Digitaler Austausch - „Förderprogramm Zukunftsfähige Innenstädte und Ortszentren” (10.07.2025)

Kommune: Ibbenbüren (mittlere Stadt in NRW)

Kurzbeschreibung: In Ibbenbüren nutzt die Stadt das Förderprogramm ZIO, um Leerstände in der Innenstadt neu zu beleben. Bisher konnten so mehrere Ladenlokale, darunter auch langjährig leerstehende Objekte, erfolgreich bespielt werden – etwa durch einen Lebensmittelladen, ein Kunsthandwerksprojekt oder Räume für eine private Kindergruppe. Zentrale Umsetzungsstrategien sind die sorgfältige Auswahl der Mieter:innen, die persönliche Vermittlung über Vermieter:innen und die Abstimmung über langfristige Nutzungsperspektiven. Herausforderungen ergeben sich vor allem durch Makler:innen, die auf Provisionen bestehen, Eigentümer:innen mit unrealistischen Mietvorstellungen, die geringe Bereitschaft mancher Vermieter:innen sowie baurechtliche Vorgaben, etwa bei Parkplätzen für ehemalige Gastronomiebetriebe.

Ergänzend etabliert Ibbenbüren ein Zentrenmanagement zur Belebung der Innenstadt, führt Datenerhebungen zu Erdgeschossflächen durch und fördert Maßnahmen wie „Heimatshoppen“. Außerdem werden Aufenthaltsqualitäten durch barrierefreie Spielgeräte, mobile Stadtbäume und spielerische Bodenmarkierungen gesteigert.

Kontakt: Silke Hilscher-Millich / Stadtmarketing Ibbenbüren GmbH / s.hilscher@stadtmarketing-ibbenbueren.de

Veranstaltung: Arbeitsgruppe - „Einzelhandel, Leerstand & Co - Perspektiven für die Zukunft” (26.11.2025)

Kommune: Castrop-Rauxel (mittlere Stadt in NRW)

Kurzbeschreibung: Das Innenstadtmanagement hat das Ziel, Leerstände zu reduzieren und den Einzelhandels- und Dienstleistungsbesatz zu stärken. Dazu gehören die Beratung von Gewerbetreibenden und Eigentümer:innen, aktive Gründungsansprache, Ladenlokalvermittlung und die Erhebung aller verfügbaren Gewerbeflächen. Obwohl nicht alle Eigentümer:innen an einer Vermietung interessiert sind, unterstützt der Verfügungsfonds Anmietung durch ein strukturiertes Verfahren von Beratung bis Vertragsgestaltung. In zwei Jahren gingen über 40 Anfragen ein, aus denen sechs Anmietungen hervorgingen. Herausforderungen sind schwankende Nachfrage, Vermietungshemmnisse wie bauliche Mängel sowie schwer erreichbare Eigentümer:innen. Öffentlichkeitsarbeit, gute Ladenlokalqualität und aktive Netzwerkarbeit helfen, neue Nutzungen zu gewinnen und Leerstände zu minimieren.

Zeitraum: seit 2021

Kontakt: Christoph Krafczyk / Innenstadtmanagement / ladenlokal@innenstadt-castrop.de

Mehr Infos: https://www.castrop-rauxel.de/einzelhandelsentwicklung/innenstadtmanagement

Veranstaltung: Arbeitsgruppe - „Einzelhandel, Leerstand & Co - Perspektiven für die Zukunft” (26.11.2025)

Kommune: Castrop-Rauxel (mittlere Stadt in NRW)

Kurzbeschreibung: Die nordwestliche Innenstadt wird derzeit umfassend neu geordnet. Grundlage sind mehrere Entwicklungsvarianten, die nach Analyse des Bestands und öffentlicher Beteiligung zu einer Vorzugsvariante weiterentwickelt wurden. Zentrale Herausforderungen sind der schwer nachnutzbare Hochbunker und die Neuorganisation des Verkehrs- und Parkraums. Der beschlossene Rahmenplan sieht nun u. a. einen Mobility Hub, eine Umgestaltung des Busbahnhofs, einen neuen Bahnübergang, veränderte Verkehrsführungen sowie mehr Grünflächen vor. Die Bürgerbeteiligung erfolgte überwiegend vor Ort, um Menschen direkt im Quartier anzusprechen.

Zeitraum: seit 2023

Kontakt: Verena Reuter / Bereichsleitung Stadtentwicklung und Statistik / Verena.Reuter@castrop-rauxel.de

 

Leerstand und Großimmobilien

Veranstaltung: Digitaler Austausch - „Ansätze und Strategien für den Umgang mit leerstehenden Großimmobilien” (20.05.2025)

Kommune: Brühl (mittlere Stadt in NRW)

Kurzbeschreibung: In Brühl wird der ehemalige Kaufhof derzeit durch das Modehaus SINN als Zwischennutzung betrieben. Nach der zunächst drohenden Insolvenz konnte eine Übernahme durch Peek & Cloppenburg abgewendet werden, sodass die Filiale vorerst weitergeführt wird. Langfristig steht die Stadt jedoch vor der Herausforderung, für die große Immobilie eine tragfähige Nutzungsperspektive zu entwickeln. Aufgrund der komplexen baulichen Struktur, der kleinteiligen Umgebung mit denkmalgeschützten Gebäuden und der hohen Kosten eines möglichen Abrisses befindet sich der Prozess noch in einem frühen Stadium. Ziel bleibt, die Erdgeschossflächen für den Einzelhandel zu sichern und für die oberen Geschosse neue, zukunftsfähige Nutzungskonzepte zu entwickeln.

Zeitraum: seit 2020

Kontakt: Lotta Drevermann / FB 61 Bauen und Umwelt / ldrevermann@bruehl.de

Veranstaltung: Digitaler Austausch - “Ansätze und Strategien für den Umgang mit leerstehenden Großimmobilien” (20.05.2025)

Kommune: Hamm (große Stadt in NRW)

Kurzbeschreibung: Die Stadt Hamm verfügt über umfangreiche Erfahrungen im Umgang mit leerstehenden Großimmobilien. Kernpunkte der erfolgreichen Umnutzung sind der frühzeitige Erwerb von Objekten durch die Stadt, die gezielte Einbindung von Fördermitteln sowie die enge Kooperation mit lokalen Investor:innen und Projektentwickler:innen.

Beispiele aus der Praxis zeigen, dass ehemalige Warenhäuser vielfältig umgenutzt werden können: Das ehemalige C&A-Gebäude wurde abgerissen und zum B&B Hotel umgebaut; das frühere Horten-Kaufhaus wurde zum Heinrich-von-Kleist-Forum mit Fachhochschule, Volksschule, Stadtbibliothek und Gastronomie umgestaltet; und aus der ehemaligen Kaufhalle entstand eine Kombination aus Elektromarkt und Jobcenter. Diese Erfahrungen bilden die Grundlage für die Planung künftiger Projekte, wie das neue Heinemann Quartier.

Zeitraum: seit 2007

Kontakt: Martin Zerle / Abteilungsleiter Projektentwicklung und Liegenschaften / SEG Hamm / zerlem@stadt.hamm.de

Mehr Infos: 

https://www.hamm.de/planen-bauen-wohnen/planen-und-entwickeln/projekte-der-stadtentwicklung/projektarchiv/bahnhofsquartier/heinrich-von-kleist-forum

https://www.hammwiki.info/wiki/Horten

Veranstaltung: Digitaler Austausch - “Ansätze und Strategien für den Umgang mit leerstehenden Großimmobilien” (20.05.2025)

Kommune: Hamm (große Stadt in NRW)

Kurzbeschreibung: In Hamm wird aktuell die Nachnutzung eines ehemaligen Warenhauses durch das geplante Heinemann Quartier entwickelt. Grundlage ist eine Machbarkeitsstudie, die verschiedene bauliche und wirtschaftliche Szenarien untersucht hat. Aufgrund der schlechten baulichen Substanz ist ein vollständiger Rückbau mit anschließender Neubebauung vorgesehen. Geplant ist ein gemischt genutztes Quartier mit mehreren Baukörpern und einer Kombination aus Wohnen, Arbeiten und Dienstleistungen. Die Stadt begleitet den Prozess der Projektentwicklung eng, unterstützt durch Fördermittel und in Kooperation mit einem lokalen Investor, um eine städtebaulich und wirtschaftlich tragfähige Entwicklung sicherzustellen. Dafür ist eine klare Kommunikation mit klaren Positionierungen seitens der Stadt erforderlich.

Zeitraum: 2025 - bis vsl. 2029

Kontakt: Martin Zerle / Abteilungsleiter Projektentwicklung und Liegenschaften / SEG Hamm / zerlem@stadt.hamm.de

Mehr Infos: 

https://www.hamm.de/aktuelles/schluesselprojekt-fuer-ein-neues-bahnhofsviertel?sword_list%5B0%5D=dach

https://heinemann-quartier.de/

Veranstaltung: Digitaler Austausch - „Ansätze und Strategien für den Umgang mit leerstehenden Großimmobilien” (20.05.2025)

Kommune: Neuss (große Stadt in NRW)

Kurzbeschreibung: Im Umgang mit Großimmobilien führt die Stadt Neuss derzeit eine Machbarkeitsstudie für vier zentrale Einzelhandelsobjekte durch. Das ehemalige Kaufhof-Gebäude steht aktuell leer und wurde bereits von der städtischen Immobilientochter übernommen, was einen wichtigen Schritt in der Prozesssteuerung darstellt. Ziel der Studie ist es, gemeinsam mit verschiedenen Akteuren der Stadtentwicklung langfristige Nutzungsperspektiven zu entwickeln. Bereits jetzt wurden vielfältige Ideen und Visionen gesammelt, die sich am Leitbild der Innenstadt orientieren. Begleitend finden Öffentlichkeitsbeteiligungen, Expert:innengespräche und Passant:innenbefragungen statt, wobei besonderes Augenmerk auf die städtebauliche Integration und die Entwicklung tragfähiger Nutzungskonzepte gelegt wird.

Zeitraum: seit 2024

Kontakt: Herr Honermann / Abteilung Stadtgestaltung und Stadtentwicklung / 02131 90-6122

Mehr Infos: 

https://www.neuss.de/presse/meldungen/2025/07/10/neuss-denkt-zukunft

https://www.neuss.de/presse/meldungen/2024/06/10/erste-konkretisierungen-zur-nachnutzung-der-ehemaligen-kaufhof-immobilie

Veranstaltung: Digitaler Austausch - „Kultur und Bildung: Möglichkeitsräume zum Lernen, Begegnen und Experimentieren“ (27.06.2024)

Kommune: Hannover (große Stadt in Niedersachsen)

Kurzbeschreibung: Bei dem Projekt „aufhof“ in Hannover handelt es sich um eine kulturelle und bildungsorientierte Zwischennutzung im Erdgeschoss eines ehemaligen Galeria-Kaufhof-Gebäudes. Die zentral gelegenen Räume bieten viel Platz für Co-Working und kreative Formate und erfreuen sich insbesondere bei jungen Menschen großer Beliebtheit. Der Erfolg des Projekts wird neben der attraktiven Lage vor allem der Niedrigschwelligkeit und der aktiven Programmgestaltung zugeschrieben. Herausforderungen bestehen insbesondere im hohen technischen und finanziellen Aufwand sowie in der langfristigen Perspektive – erschwert durch eine schwierige Kontaktaufnahme nach einem Eigentümerwechsel. Ziel ist die Verstetigung der Nutzung; erste Schritte hierfür wurden bereits unternommen. Im Juli 2024 wurde das Projekt beendet.

Zeitraum:  2023 - 2024, Fortführung ist geplant 

Kontakt: Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Hannover / Stadtverwaltung@hannover-stadt.de

Mehr Infos: https://www.wirtschaftsfoerderung-hannover.de/de/Microsites/aufHof/Rueckblick.php   

Mobilität

Veranstaltung: Experimentierlabor - „Digitale Infrastrukturen für den urbanen Radverkehr“ (04.03.2025)

Kommune: Oldenburg (große Stadt in NRW)

Kurzbeschreibung: Im Rahmen des Projekts wurden 45 Leuchten entlang eines Fahrradwegs bis zu einer Ampelkreuzung in den Boden eingelassen. Durch ihr grünes Aufleuchten zeigen sie an, ob Radfahrende bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 18 km/h die aktuelle Grünphase der nächsten Ampel schaffen können. Um die Maßnahme verständlich zu kommunizieren und die Akzeptanz zu fördern, war die begleitende Öffentlichkeitsarbeit des Projekts besonders wichtig. Die Gesamtkosten betrugen 200.000 €, von denen 65 % durch Fördermittel gedeckt wurden.

Zeitraum: seit 2023

Kontakt: Amt für Verkehr und Straßenbau der Stadt Oldenburg / verkehr@stadt-oldenburg.de 

Mehr Infos: https://www.oldenburg.de/startseite/leben-umwelt/verkehr-mobilitaet/radverkehr/woran-wir-noch-arbeiten/konkretes-aus-dem-rad-und-fussverkehrsprogramm/gruene-welle-fuer-den-radverkehr.html

Veranstaltung: Experimentierlabor - „Digitale Infrastrukturen für den urbanen Radverkehr“ (04.03.2025)

Initiator: Klimabündnis e.V.

Kurzbeschreibung: Die Kampagne Stadtradeln motiviert über Wettbewerb den Umstieg aufs Rad und verzeichnete 2.886 teilnehmende Kommunen und 1.138.396 Radelnde im letzten Jahr. Im Zeitraum von Mai bis September können Kommunen 21 Tage zur Teilnahme wählen, wobei die vollständige IT-Infrastruktur, sowie Seminare und Materialien bereitgestellt werden, um die Teilnahme für Kommunen zu erleichtern. Die so aufgezeichneten Daten der teilnehmenden Bewohner:innen werden im Anschluss den jeweiligen Kommunen zur Verfügung gestellt und bieten wertvolle Impulse für weitere Planungen. 

„RADar!“ ist eine Meldeplattform, die von Kommunen, die am Stadtradeln teilnehmen, ohne Zusatzkosten genutzt werden kann. Sie dient als eine Art Mängelmelder, bei der Teilnehmende des Stadtradelns interaktiv auf einer Karte weitere Anmerkungen machen können. Diese Meldungen werden kategorisiert und punktgenau zugeordnet werden. Auf diese Weise kann die Schwarmintelligenz von regelmäßigen Radfahrenden genutzt werden, um Infrastrukturmaßnahmen zu planen und Bürger:innenbeteiligung zu fördern.

Zeitraum: Stadtradeln seit 2008 / RADar! noch in der Planungsphase

Kontakt: info@stadtradeln.de / info@radar-online.net  

Mehr Infos: 

https://www.stadtradeln.de/home 

https://www.klimabuendnis.org/aktivitaeten/kampagnen-und-mehr/stadtradeln.html 

https://www.klimabuendnis.org/aktivitaeten/instrumente-und-methoden/radar.html

Veranstaltung: Experimentierlabor- „Digitale Infrastrukturen für den urbanen Radverkehr“ (04.03.2025)

Kommune: Oldenburg (große Stadt in NRW)

Kurzbeschreibung: Das OLi-Verleihsystem besteht aus 275 Rädern, welche in virtuellen Stationen und Flexzonen im gesamten Stadtgebiet verfügbar sind. Das Verleihsystem ist partnerschaftlich organisiert, wobei die Stadt Oldenburg den Auftraggeber und die Mediengruppe Weser Kurier die Betreiber darstellen. Ebenso beteiligt sind zahlreiche Projekt-, Mobilitäts-, Service- und Systempartner bei der Bereitstellung und Nutzung des Angebots.

Zeitraum: seit 2022

Kontakt: Amt für Klimaschutz und Mobilität der Stadt Oldenburg / klimamobil@stadt-oldenburg.de

Mehr Infos: https://www.oldenburg.de/startseite/leben-umwelt/verkehr-mobilitaet/radverkehr/oeffentliches-fahrradverleihsystem/oli-bike/vorberitungen-vor-dem-start.html

Veranstaltung: Experimentierlabor - „Digitale Infrastrukturen für den urbanen Radverkehr” (04.03.2025)

Kommune: Düsseldorf (große Stadt in NRW)

Kurzbeschreibung: Die Connected Mobility Düsseldorf GmbH, eine 100-prozentige Tochter der Landeshauptstadt, entwickelt innovative Verkehrskonzepte und betreibt ein stadtweites Mobilitätsnetzwerk mit Sharingstationen, E-Ladestellen und Fahrradstationen. Im gesamten Stadtgebiet wurden bisher 28 Fahrradquartiersgaragen errichtet, die direkt vor der Haustür witterungsfesten und bequemen Fahrradparkraum bieten. Die Buchung erfolgt digital per App und wird mit einer Auslastung von 86 % sehr gut angenommen. Die Anwohnenden waren in die Standortplanung eingebunden; das hochwertige Design aus Holz und Edelstahl berücksichtigt Sichtachsen und fügt sich gut ins Stadtbild ein.

Zur weiteren Förderung nachhaltiger Mobilität plant die Stadt das neue Verleihsystem „Stadtrad“, das 2026 mit rund 100 Stationen und 400 Fahrrädern starten und in das bestehende Mobilitätsnetz integriert werden soll.

Zeitraum: seit 2020

Kontakt: Ariane Kersting / Leiterin Kommunikation / presse@cmd.nrw

Mehr Infos: 

https://www.cmd.nrw/mobilitaetsangebote/fahrrad/fahrradstation

https://www.duesseldorf.de/medienportal/pressedienst-einzelansicht/pld/fuenf-jahre-connected-mobility-duesseldorfs-mobilitaet-im-wandel

Veranstaltung: Digitaler Austausch - „Innerstädtische Aufenthaltsqualität durch Grün“ (26.11.2024)

Kommune: Aachen (große Stadt in NRW)

Kurzbeschreibung: Das Projekt hat das Ziel, die Fußgängerinfrastruktur zu optimieren, sodass die umliegenden Grünräume von der Innenstadt aus in nur 20 Minuten zu Fuß erreichbar sind. Die Wege werden barrierefrei, komfortabel und einladend gestaltet, um zum Verweilen und zu abwechslungsreichen Aktivitäten einzuladen. In enger Zusammenarbeit mit den Anwohner:innen wird ein stimmiges Netz geschaffen, das die Kernstadt mit grünen Oasen und angrenzenden Wanderwegen verbindet.

Zeitraum: seit 2015

Kontakt: Abteilung Stadterneuerung und Stadtgestaltung der Stadt Aachen / stadterneuerung@mail.aachen.de 

Mehr Infos: 

https://www.aachen.de/de/stadt_buerger/planen_bauen/stadtentwicklung/innenstadt/premiumfusswege/index.html

https://baukultur-os.de/media/pages/veranstaltungen/aufenthaltsqualitat-im-strassenraum/f6cc01959d-1614703110/2_stefanie-weitenberg_strategien-aufenthaltsqualitat_aachen.pdf

Öffentliche Räume

Veranstaltung: Erfahrungsaustausch - „Öffentliche Räume in der Innenstadt: Möblierung - Gestaltung - Nutzung” (28.08.2025)

Kommune: Stadt Brühl (mittlere Stadt in NRW)

Kurzbeschreibung: Um die Innenstadt für Kinder sowie Seniorinnen und Senioren gleichermaßen erlebbarer zu machen, wurden dezentrale Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten im öffentlichen Raum geschaffen. Durch Gespräche mit Kitas, Schulen, der Stadtverwaltung und Seniorenvertretungen wurden Bedürfnisse partizipativ ermittelt und in ein Konzept überführt, das mit Fördermitteln entwickelt und eigenständig umgesetzt wurde. In der Brühler Innenstadt finden sich nun vielerorts Spielmöglichkeiten sowie Sitzgelegenheiten – etwa für das kommunale Kino oder als Treffpunkte im öffentlichen Raum.

Zeitraum: seit 2017

Kontakt:  Fachbereich 80, Mobilität und Verkehr / hkorte@bruehl.de

Mehr Infos: https://www.bruehl.de/bespielbare-und-besitzbare-stadt.aspx

Veranstaltung: Erfahrungsaustausch - „Öffentliche Räume in der Innenstadt: Möblierung - Gestaltung - Nutzung” (28.08.2025)

Kommune: Brühl (mittlere Stadt in NRW)

Kurzbeschreibung: Der ehemals als Parkplatz genutzte Belvedere-Platz in der Brühler Innenstadt wurde im Rahmen eines viel diskutierten Projekts neu gestaltet. Trotz anfänglicher Kritik – insbesondere seitens des örtlichen Gewerbeverbands sowie aus Presse und Medien – wurden die neuen Flächen und Angebote während der Umsetzung überwiegend positiv angenommen. Eine Evaluation der Hochschule Bochum zeigte, dass die Innenstadt keineswegs „tot“, sondern im Gegenteil belebter geworden ist.

Eine begleitende Postkartenbefragung ermöglichte es, Wünsche der Bürgerinnen und Bürger direkt einzubeziehen: mehr Grün, Sitzmöglichkeiten, Spielflächen und eine autofreie Zone standen dabei im Vordergrund, aber auch der Wunsch nach Parkplätzen wurde deutlich. Nach Abschluss des Projekts ist nun der Bau eines neuen Parkhauses in Planung, an den sich eine dauerhafte Umnutzung des Belvedere-Platzes anschließen soll.

Zeitraum: 2023 (für 4 Wochen)

Kontakt: Fachbereich 80, Mobilität und Verkehr / hkorte@bruehl.de

Mehr Infos: 

https://www.bruehl.de/bruehl-macht-platz.aspx

https://www.zukunftsnetz-mobilitaet.nrw.de/aktuelles/news/bruehl-macht-platz-2

Smart City

Veranstaltung: Arbeitsgruppe - Digitale Innenstädte" (27.08.2024)

Kommune: Gütersloh (große Stadt in NRW)

Kurzbeschreibung: Gütersloh verfolgt eine nachhaltig und anwendungsbezogene Stadtentwicklung mit dem Anspruch, das Leben leichter zu machen. Als Projekt wurde die neue Passant:innenfrequenzmessung vorgestellt, die nicht nur für den Einzelhandel, sondern für die gesamte Stadtplanung Vorteile bringen soll, etwa bei der Neuentwicklung von Aufenthaltsflächen oder Mobilitätsströmen. Die Daten werden auf der kommunalen Datenplattform zusammengeführt, die auch kleineren Kommunen als Mandantenlösung zur Verfügung gestellt werden kann.

Zeitraum: 2020 - 2027

Kontakt:  Stadt Gütersloh / digital@guetersloh.de 

Mehr Infos: https://www.smart-city-dialog.de/ueber-uns/modellprojekte-smart-cities/guetersloh / https://www.guetersloh.digital/gd/index.php 

 

Veranstaltung: Arbeitsgruppe - Digitale Innenstädte" (27.08.2024)

Kommune: Bochum (große Stadt in NRW)

Kurzbeschreibung: Die Stadt Bochum verfolgt eine integrierte Strategie, die sich auf fünf zentrale Leitthemen stützt. Diese sind in insgesamt 15 Handlungsfelder untergliedert, die jeweils durch konkrete Projekte mit Leben gefüllt werden. Für die Umsetzung ist die Smart City Innovation Unit verantwortlich, die dabei eng mit den verschiedenen Akteur:innen der Stadtgesellschaft zusammenarbeitet. Ziel ist es, eine zukunftsfähige und lebenswerte Stadtentwicklung gemeinsam zu gestalten.

Zeitraum: 2020 - 2027

Kontakt: Bochum Smart City / info@bochum-smartcity.de

Mehr Infos: https://www.bochum-smartcity.de/ 

Veranstaltung: Arbeitsgruppe - Digitale Innenstädte" (27.08.2024)

Kommune: Dortmund und Schwerte (große und mittlere Städte in NRW)

Kurzbeschreibung: Aus unterschiedlichen Beteiligungsformaten rund um das Thema Smart City – wie etwa den Smart City Meetups, Gaming Festivals und den Digitalen Wochen – sind insgesamt zwölf Handlungsfelder hervorgegangen. Diese strukturieren die Ideen- und Projektentwicklung der Stadt auf dem Weg zu einer Smart City und umfassen Themen wie Raum und Infrastruktur, Digitale Verwaltung,  Bildung, sowie Kultur und Freizeit. Zentrale Erkenntnisse des Prozesses sind die Bedeutung der Nutzung bestehender Netzwerke, der Aufbau neuer Kooperationen sowie die Rolle digitaler Kommunikation und konkreter Projektbeteiligung.

Zeitraum: 2020 - 2027

Kontakt: 

Büro Smart City der Stadt Schwerte / smartcity@stadt-schwerte.de 

Amt für Angelegenheiten des Oberbürgermeisters und des Rates / smartcity@dortmund.de

Mehr Infos: 

https://www.smart-city-dialog.de/ueber-uns/modellprojekte-smart-cities/dortmund-und-schwerte

https://smartcity.dortmund.de/wp-content/uploads/2023/04/Smart-City-DOS_2030.pdf 

Umnutzung von Kirchen

Veranstaltung: Digitaler Austausch - „Wenn die Kirchen gehen - Leerstellen füllen“ (26.02.2025)

Kommune: Willich (mittlere Stadt in NRW)

Kurzbeschreibung: Auch die Kirche St. Mariä Empfängnis in Willich war mit dem Phänomen rückläufiger Kirchenbesuche konfrontiert. Daher entschloss man sich, die 1962 neu aufgebaute Kirche für weitere Nutzungen zu öffnen. In einem Gebäudeflügel befinden sich heute unter anderem eine Küche, eine Bücherei, Veranstaltungsräume, eine Sozialstation der Caritas und ein Kleiderkreisel. Der andere Gebäudeteil wird weiterhin sakral genutzt. Das Ergebnis dieser Öffnung: Das Gebäude wird nun an sechs Tagen in der Woche jeweils acht Stunden lang genutzt, statt zuvor lediglich zwei Stunden pro Woche. Das Beispiel zeigt, wie viel Potenzial in Kirchenräumen steckt: Sie können Orte der Gemeinschaft sein, vielfältige Nutzung ermöglichen und bei guter Zusammenarbeit Raum für spannende, zukunftsfähige Projekte bieten.

Zeitraum: seit 2013

Kontakt:  Bischöfliches Generalvikariat Aachen / kommunikation@bistum-aachen.de 

Mehr Infos: https://www.zukunft-kirchen-raeume.de/projekte/st-mariae-empfaengnis-sozial-kulturelles-gemeindezentrum/  

 

Veranstaltung: Arbeitsgruppe - „Wenn die Kirchen gehen - Leerstellen füllen“ (22.05.2025)

Kommune: Gelsenkirchen (große Stadt in NRW)

Kurzbeschreibung: Die 1929 erbaute und 2007 profanierte Heilig-Kreuz-Kirche in Gelsenkirchen wurde im Rahmen der Stadterneuerung rund um die Bochumer Straße zu einem kulturellen Mittelpunkt umgestaltet. Trägerin ist eine städtische Tochtergesellschaft, die das inzwischen stadteigene Gebäude als Veranstaltungsort mit einer Mischung aus soziokulturellen und profitorientierten Formaten betreibt.
Die Umnutzung, gefördert mit rund 14 Millionen Euro aus EU-Mitteln, war Teil eines umfassenden Stadterneuerungsprozesses. Trotz denkmalpflegerischer Herausforderungen gelang die Integration moderner Technik bei Erhalt der historischen Substanz. Heute trägt die Kirche maßgeblich zur Belebung und Aufwertung des Quartiers bei.

Zeitraum: seit 2017

Kontakt: Abteilung 61/2 Städtebauliche Entwürfe, Bauleitplanung und Projektentwicklungen / arne.doerry@gelsenkirchen.de

Mehr Infos:

https://www.gelsenkirchen.de/de/Infrastruktur/Stadtplanung/Stadterneuerung_Gelsenkirchen/Bochumer_Strasse/Umbau_Heilig-Kreuz-Kirche.aspx

https://www.zukunft-kirchen-raeume.de/projekte/heilig-kreuz-kirche-oeffentlicher-veranstaltungsort/

Veranstaltung: Arbeitsgruppe - „Wenn die Kirchen gehen - Leerstellen füllen“ (22.05.2025)

Kommune: Gelsenkirchen (große Stadt in NRW)

Kurzbeschreibung: Die Stadt Gelsenkirchen steuert den Umgang mit Kirchenschließungen strategisch und kooperativ. Angesichts zahlreicher leerfallender katholischer und evangelischer Kirchen wurde ein systematisches Verfahren etabliert, um zukünftige Nutzungen zu koordinieren und die Gebäude (viele davon denkmalgeschützt) zu erhalten. Seit Mitte der 2000er-Jahre war die Stadt zunehmend von Kirchenschließungen betroffen. Ab 2006 fanden daher regelmäßige Gespräche zwischen der Stadtverwaltung und den beiden großen Kirchen statt. 2011 wurde ein Lenkungskreis eingerichtet, in dem Stadtverwaltung, katholische und evangelische Kirche regelmäßig über anstehende Veränderungen, Nutzungsperspektiven und städtebauliche Rahmenbedingungen beraten.

Zentrale Instrumente sind ein Kirchenkataster, standardisierte Steckbriefe mit relevanten Gebäudedaten sowie eine Karte zur Übersicht über Standorte, Zustände und Perspektiven. Ergänzend werden Machbarkeitsstudien gefördert, um Umnutzungen fachlich und wirtschaftlich zu prüfen. Ziel der Stadt ist es, frühzeitig auf Veränderungen zu reagieren, Nutzungsideen abzustimmen, rechtliche Fragen zu klären und kirchliche Immobilien aktiv in die Stadtentwicklungsprozesse einzubinden.

Zeitraum: seit 2011

Kontakt: Abteilung 61/2 Städtebauliche Entwürfe, Bauleitplanung und Projektentwicklungen / arne.doerry@gelsenkirchen.de